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Ich warne euch gleich vor: das hier ist ein langer Blogbeitrag mit unglaublich tollen Bildern von der Halbinsel Snæfellsnes im Westen Islands.

Dieser Beitrag ist der Letzte von meiner Reise. Am Ende des Beitrages liste ich euch nochmal alle insgesamt 19! Beiträge auf, damit ihr sie finden könnt. Da ich immer nach und nach die Bilder bearbeitet habe, sind die Beiträge im Blog selbst sehr durcheinander.

 

Am Tag 6 der Reise fuhren wir in der Früh nach 2 Shootings in Hólar weiter nach Sauðárkrókur zum Lammfell-Laden, danach zu Hestasport nach Varmahlíð um dort zwei wunderbare Pferde vor einer unglaublich schönen Landschaft zu fotografieren und als die Sonne am untergehen war fuhren wir bis nach Bogarnes und nächtigten dort. Am nächsten Tag ging es noch vor Sonnenaufgang los: denn wir wollten an dem einen Tag die ganze Halbinsel Snæfellsnes schaffen, dann noch bei Tageslicht zu einem Wasserfall bei Reykholt fahren und dann weiter zu Sabine Girke nach Hveragerði. Insgesamt stand alleine an diesem Tag eine Strecke von ungefähr 500 Kilometern an.

 

 

Als die Sonne aufging fuhren wir gerade vom südöstlichen Ende Snæfellsnes in Richtung Westen – ungefähr auf Höhe von Eyjar og Miklaholt blieben wir kurz stehen um dieses schöne Morgenlicht zu betrachten.
Als wir weg fuhren und danach die ersten Sonnenstrahlen durchkamen war es noch sehr bewölkt, was sich jedoch zu unserem Glück im laufe des Tages auflöste.

Eine Zeit später blieben wir nochmals bei einer Ausweiche stehen um dieses unglaubliche Farbspiel von Sonne und Wolken festzuhalten. Die Berge auf der Halbinsel sind auch ganz anders als im Osten Islands. Egal wo man ist, die Insel präsentiert sich einem immer anders.

Ab und zu musste ich einfach anhalten und diese unglaublich schöne Natur fotografieren.

Von Jasmina, welche wir am Vortag in Hólar besucht hatten, wussten wir, dass irgendwo auf der Südseite der Halbinsel eine Kluft zwischen den Bergen ist, zu welcher es eine Sage gibt. Als wir nach vielen Kilometern die Ausschilderung der Rauðfeldar-Schlucht sahen, fuhren wir zum Parkplatz und gingen den nicht steil wirkenden Weg bis zur Kluft. Aber eins sag ich euch: in Island wirkt alles viel kleiner als es ist. Wir gingen eine beachtliche Zeit bis dorthin und es war mehr als anstrengend. 😉

Man kann mit guten, wasserdichten Schuhen gut in die Schlucht hinein klettern – was wir auch taten.

Die Aussicht von der Schlucht hinaus war unglaublich schön.

Ausnahmsweise schafften wir es sogar von uns ein paar Bilder zu machen. 😉

Nach dem Aufenthalt dort fuhren wir weiter die Südküste Snæfellsnes entlang.

Wir fuhren nach weiteren vielen Kilometern in den einzigen „größeren Ort“ im Süden der Halbinsel – nach Arnarstapi. Hier gibt es eine kleine Tankstelle (zu sehen am ersten Bild. Mehr als die Tanksäule ist es nicht), ein Restaurant das vermutlich auch ab und an offen hat (als wir dort waren am späteren Vormittag war es noch geschlossen) und eine Statue von der Bárðar Snæfellsáss Sage.

Wir parkten am ausgeschilderten Parkplatz und gingen zur Bárðar Snæfellsáss Statue. Schon von weitem sieht man die aufeinander gestapelten Steine.

In dem Ort sahen wir genau niemanden – ausser ein paar Touris mit Guide, welche mit einem etwas komfortablerem Gefährt unterwegs waren als wir.

Die Bárðar Snæfellsáss Statue.

Ein kurzer Auszug aus Wikipedia, zur Handlung der Saga:
" Bárður Snæfellsás entstammt einem königlichen Riesengeschlecht (Thurse) und ist der Sohn des Eismeerkönigs Dumbr. Er heiratet die Tochter des Königs Dofri, gleichfalls aus dem Riesengeschlecht und zuzüglich dessen Ziehvater, und wandert nach Island aus. Er lässt sich dort auf Snæfellsnes nieder, zeugt ein Kind (Tochter) und verlässt später den Hof, um am Gletscher des Snæfellsjökull zu leben. Dort kommt er den Menschen zu Hilfe, die durch Trolle und Riesen belästigt werden. Ein weiterer Handlungsstrang ist die Geschichte von Bárðrs Tochter Helga, die auf einer Eisscholle nach Grönland gelangt und dort auf Miðfjarðar-Skeggi (ein direkter Nachkomme der ersten Siedler aus dem Landnamabok) trifft, mit dem sie Sex hat, und durch diesen heim nach Island gebracht wird. Sie kehrt zurück zu ihrem noch auf dem Hof in Snæfellsnes wohnhaften Vater. Da Miðfjarðar-Skeggi bereits verheiratet ist, führt Helga fürderhin ein bindungsloses Leben, bestehend aus weiten Wanderungen und aus dem Kampieren in Höhlen.
Der Gests saga Teil handelt von dem Sohn Bárðrs, Gestr, den er mit der Tochter von Miðfjarðar-Skeggi gezeugt hatte. "

Weiter ging es in Arnarstapi. Dort fanden wir ein wunderschönes Haus. Wir dachten zuerst, dass es ein kleines Café oder Hotel ist. Aber auf unserer Suche nach Café wurden wir nicht fündig, denn es war ein Privathaus. 😉

Der Port Arnarstapi:

Wir fuhren unseren Weg weiter und kamen dann dem Gletscher Snæfellsjökull immer näher.

Bevor man ganz am westlichen Ende der Halbinsel ist, und einen Bogen in Richtung Norden fährt, sind noch unglaubliche Felsgestalten. Diese Felsen nennt man Londrangar und sind unglaublich groß. Man kann es auf dem ersten Blick gar nicht einschätzen, sieht aber dann im Hintergrund einen Leuchtturm. Einfach gigantisch.

In nahezu allen Fällen gibt es bei jeder Sehenswürdigkeit in Island einen ausgeschilderten Parkplatz und zumindest einen Trampelpfad zur Sehenswürdigkeit. Manchmal gibt es dann aber sogar noch extra Beschilderungen für alle möglichen Wanderungen und Tisch mit Bänken zum erholen.

Nochmal Londrangar im wunderschönen Licht.

Wir sind die nächste Abzweigung gleich wieder in Richtung Meer gefahren, zu dem Leuchtturm den man im vorigen Bild sah . Dort is auch das Snæfellsjökull Visitor Center. Wenn ihr dort mal vorbei fährt: es lohnt sich stehen zu bleiben. Kleines aber unheimlich informatives Center.

Von dort hatte man auch einen tollen Blick auf den Gletscher.

Fährt man die Strecke weiter in Richtung Norden, kommt man durch den Nationalpark Þjóðgarðurinn Snæfellsjökull und dann bei einigen Wasserfällen vorbei. Dieser hier ist direkt in der Ortschaft Ólafsvik.

Kurz nach Ólafsvik kamen wir an einem Fluss vorbei. Dort genoss eine Robbe die letzten Sonnenstrahlen. Richtig süß dieses Ding. Aber irgendwann beschloss sie, dass wir eine mögliche Gefahr darstellen könnten und schwamm weg.

In der nächsten Ortschaft Grundarfjörður steht einer der wohl bekanntesten Fotomotive Island’s. Wir fuhren jedoch gnadenlos vorbei. Dieses eine Fotomotiv ist der Wasserfall Kirkjufellsfoss. Am Besten noch mit dem spitzen Berg direkt dahinter.

Da wir an diesem einen Tag, und generell in dieser einen Woche schon so viele Wasserfälle gesehen haben, waren wir einfach nur noch Wasserfall-Reiz-Überflutet und konnten keinen Wasserfall mehr ansehen, egal wie schön er ist oder nicht.

Trotzdem blieben wir nach Grundarfjörður nochmals stehen und fotografierten den Berg.

Da wir nach so vielen Kilometern und einer unglaublich tollen aber auch anstrengenden Woche doch etwas geschafft waren, entschieden wir uns nicht mehr die ganze Halbinsel bis zum nordöstlichsten Punkt zurück zu fahren, sondern auf circa halber Strecke der Nordstraße die 56er Straße zu nehmen und durch die Berge wieder in Richtung Eyjar og Miklaholt zu fahren. Das ist der Ort, an dem wir die ersten Sonnenstrahlen an diesem Tag begegneten.

Auf dieser Strecke war ein tolles Panorama – natürlich wieder mit einem Parkplatz für die Touristen. Die Isländer wissen schon wo sie diese Aussichtsplattformen bauen. 😉

Nach über 100 Kilometern weiterer Fahrt kamen wir wieder durch Borgarnes und danach zu den Wasserfällen Barnafossar und Hraunfossar. Dort war die Sonne schon beim Untergehen. Dennoch bekamen wir die Wasserfälle in all ihrer Pracht zu sehen.

Nach diesen tollen Wasserfällen ging es nochmals um die 150 Kilometer weiter in den Süden Islands nach Hveragerði zu Sabine Girke. Am selben Abend sahen wir noch die lang ersehnten Nordlichter, am Tag danach fotografierte ich noch Sabine’s Tochter María mit ihrem Hlynur und dann ging es zurück in die Hauptstadt – und dann zurück nach Hause.

 

Hiermit ist der letzte Blogbeitrag über meine Islandreise geschrieben.

Ich möchte mich nochmals bei allen ganz herzlich bedanken, welche mich auf meiner Reise begleitet haben. Es war eine meiner schönsten Reisen bisher. Vielen Dank!

Vielen Dank auch Domenique, dass du so spontan bei der Reise dabei warst. Zu zweit ist es definitiv lustiger als alleine. 😉
Ein großes Danke auch an alle, bei denen ich schlafen durfte. Ich hoffe ihr seid mit eurer Gegenleistung – den Bildern – zufrieden.

 

Ich möchte auch noch ganz kurz darauf aufmerksam machen, dass ich im Mai das nächste mal in Island bin. Zuerst fahre ich einmal rund um die Insel, also wenn jemand Bilder haben möchte (von was auch immer) 😉 und als Gegenleistung einen Schlafplatz, gute Tipps, eine Mahlzeit, .. bieten kann, dann würde ich mich freuen!

Nach dieser einen Woche geht es zu einen sicher unglaublich tollen Fotoworkshop mit Sandra Fancl. Wir werden euch das Fotografieren lehren, in Theorie und Praxis, und neben der Pferdefotografie auch reiten, Unternehmungen machen, .. also wer Interesse an einer Woche Island mit unglaublich tollem Programm hat, der kann mir gerne jederzeit schreiben für mehr Infos.

 

Und hier wie versprochen noch die Links zu sämtlichen Blog Beiträgen:

01 – Südküste Islands
02 –  Hornhestar – Herde im Auslauf
03 – Jasmina für Tölta Deluxe
04 – Reitbilder von den Hornhestar
05 – Stokksnes am Morgen
06 – Viking Cafe
07 – Alex für Tölta Deluxe
08 – Horn (letztes Bilder der Serie mit Alex)
09 – Horn bis Egilsstaðir
10a – Stóri-Bakki – Hengst- und Stutenherde
10b – Stóri-Bakki – Reitpferdeherde
11 – Egilsstaðir – Húsavík
12 – Húsavík – Hólar
13 – Jasmina & Hljómur
14 – Lisa & Hljómur
15 – Hólar – Varmahlíð
16 – Hestasport: Vala & Moldi
17 – Snæfellsnes (dieser Beitrag hier)
18 – Nordlichter mit Jökull
19 – María & Hlynur