• 0 Items -  0,00
    • Keine Produkte im Warenkorb.

The golden Circle, Islands heiß begehrteste Touristenrunde.

Huuiii, ich sag euch was. Im isländischen Hochsommer diese Tour zu machen ist eine leichte Herausforderung. Vor allem für Leute wie mich, denn Touris sind etwas schreckliches (obwohl ich ja eigentlich auch selbst einer bin). Denn einige von denen kommen sich als etwas ganz Besonderes vor und machen Dinge, die nicht für jeden Teilnehmer supertoll sind.

Ein Touri auf der Straße.
In Island gilt auf den asphaltierten Straßen eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 90 km/h, auf den Schotterpisten darf man 80 km/h fahren, und im Ortsgebiet wie bei uns: einen 50er.
Touri Nummer 1 will die Aussicht genießen, deswegen fährt er auf der Freilandstraße statt 90 konstante 70 km/h.
Touri Nummer 2 will allen anderen zeigen, dass er daheim schneller fahren darf und das auch kann. Deswegen fährt er mit überhöhter Geschwindigkeit und überholt alles in jeder Lebenslage.
Touri Nummer 3 sind die Schlimmsten. Denn diese finden alles supertoll! Die Landschaft, die Pferde, die Aussicht, die Schafe … deswegen wird von 90 km/h schnellstmöglich heruntergebremst und stehengeblieben und sofort auf der Seite der Straße geparkt um auszusteigen und die Aussicht zu genießen und um ein paar Fotos zu knipsen. Dass dies für die anderen Verkehrsteilnehmer nicht super ist, erklärt sich schnell von selbst, wenn man einmal hinter solch einem Phänomen gefahren ist und auf der schmalen Straße bei Gegenverkehr zusammen bremsen muss weil man nicht vorbei kommt, oder gefährlich überholen muss.

Dann gibt es noch die Radfahrer. Halle Luja!
Mehr als viele verrückte Touris machen sich mit dem Fahrrad (das entweder mit der Fähre oder dem Flugzeug importiert wurde) auf die Rundreise durch Island. Island’s Sommer sind ja angeblich durchgehend schön und ohne Wind und Wetter oder ääähm wie war das noch gleich? Also die Stürme sind im Herbst und Winter – korrekt, aber Windböen und Regengüsse: die gibt es im Sommer ebenso.
Nun folgende Situation: leichte Windböen kommen von rechts, nicht dramatisch da man ja in seinem großen, widerstandsfreiem Auto sitzt. Man fährt mit guten 90 km/h die Straße entlang und sieht schon von weitem: einen verrückten Radfahrer in knallgelber orangener Regenjacke bei Seitenwind. Mal fährt er gerade aus und tritt in seine Pedale, mal wird er mit seinem Fahrrad mit der Windböe bis zum Mittelstreifen geschubst. Man sieht schnell: es wird spannend diesen ohne Tötungsdelikte zu überholen. Noch spannender wird dies bei Gegenverkehr, Hügeln und wenig Aussicht.

Von den Fahrradfahrern auf Schotterpisten, Motorradfahrern mit Campingzeug, Wohnwagen- und Wohnmobilfahrern, deren illegalen Campingversuche, und das verhalten eines Touris beim Einkaufen oder an der Tanke möchte ich erst gar nicht anfangen.

 

Zurück zum golden Circle.
Erst Destination: die ehemalige Thing-Stätte Þingvellir im gleichnamigen Nationalpark,
danach: Geysir und Gullfoss (Wasserfall)
mit all seinen Attraktionen und Touris.

 

Achja, und bevor ich es vergesse: nächstes Jahr werden noch mehr Touristen erwartet. 😉