• 0 Items -  0,00
    • Keine Produkte im Warenkorb.

Heute gibt es auch gleich noch den nächsten Tag unserer Reise.

Wir fuhren am nächsten Tag nach einem guten Frühstück von unserer Unterkunft in Hofsós weiter. Das schlussendliche Ziel war Stykkishólmur, was wir aber nur durch einen leichten, aber äußerst produktiven Umweg erreichten.

Unser erster Stop war Sauðárkrókur. Hier wollten wir eigentlich in das Fischleder Geschäft. Am Tag zuvor habe ich mir die Öffnungszeiten raus gesucht und war erstaunt, dass die schon um 8 Uhr in der Früh aufmachen.

Als wir vor geschlossener Tür standen wussten wir, dass nur die Produktion um 8 Uhr beginnt, das Geschäft aber erst um 11 Uhr öffnet. Also ging es weiter zur nächsten Station, zu Gloria auf den Hof Byrgisskarð in der Nähe von Varmahlíð.

Etwa 50 Kilometer eisige Straße trennten uns von unserem Ziel. Und es war wirklich nicht sonderlich lustig zu fahren. Durch den Wind in der Nacht war die Straße zu einem Eislaufplatz geworden. Dazu kam noch ein stetiger Wind, der einen immer mal wieder von der Straße zu wehen versuchte. Dagegen half nur eines: langsam fahren.  Teilweise hatte ich den Verdacht, dass wir mit Eislaufschuhen schneller vorankommen würden.

Wir erreichten den Hof unversehrt und tranken als allererstes mal einen Kaffee.

Bei Gloria war ich aus zwei Gründen: zum quatschen, und um für das Label ihrer Schwester  – Gæðingur Design – Fotos zu machen. Eigentlich wollte ich auch noch von Gloria’s Freund Steini ganz spontan Bilder im HGG Reitsport Overall machen, da er aber nicht da war, organisierten wir kurzerhand ein anderes Shooting. Dazu aber gleich mehr.

Wie schon geschrieben haben wir für Gæðingur Design fotografiert. Dafür stand Gloria mit dem wunderschönen Hengst Eldfari vor der Kamera. Die Bilder habe ich schon vor einiger Zeit bearbeitet. Hier geht’s zum Blogbeitrag.

Meine Schwester ging in der Zwischenzeit mit Gloria noch eine nette Runde ausreiten, in der ich die Kissen fotografierte.

Nach einer weiteren Tasse Kaffee ging unsere Reise weiter, mit einer sehr guten Planänderung.

Einerseits war da die Sache, dass ich für HGG Reitsport einen zweiten Overall fotografieren sollte, aber noch kein passendes Model dazu gefunden hatte. Gloria schlug vor Bjarki, den Freund von Lilli (die schon öfters vor meiner Kamera stand), zu fragen. Wenige Minuten später hatte ich die Antwort, dass ich jederzeit vorbei kommen kann. Die Beiden sind aber in Bogarnes zu Hause und das war ein kleiner Umweg.

Dann war da noch das Problem, dass ich in Stykkishólmur das Gästehaus gebucht hatte, der direkte Weg, über eine kleine Hochebene, aber gesperrt war. Also mussten wir sowieso zuerst in Richtung Bogarnes fahren, um dann wieder nach Stykkishólmur hochfahren zu können.

Kurz nach Varmahlíð hielten wir bei einem Aussichtspunkt, und dort machte ich die einzigen Bilder auf der Tagesstrecke:

Etwas vom Untergang der Sonne getrieben fuhren wir nur kurz in Blönduós zur Tankstelle um zu tanken, und dann bis Bogarnes durch.

Wir hatten mega Glück mit der Sonne, dem Wetter, und einfach allem anderen, denn es passte alles super und wir bekamen in kürzester Zeit mega schöne Bilder.

Hier geht es zum Blogbeitrag von dem Shooting für HGG Reitsport.

Nach dem Shooting fuhren wir noch zum Supermarkt in der Stadt um für das Abendessen einzukaufen und begaben uns auf die Reise nach Stykkishólmur. Bisher hatten wir, abgesehen von den ersten eisigen Kilometern, wirklich eine gute Fahrbahn. Es war zwar teilweise etwas Schnee- oder Eisbedeckt, aber immer griffig. Auf der Hochebene zwischen Blönduós und Bogarnes hatten wir das erste Mal eine richtig gut befahrbare Strecke, ohne Schnee, ohne Eis, ohne Nässe. Wie sehr man so etwas auf einmal schätzt!

Auch die weitere Strecke nach Stykkishólmur war unglaublich gut zu fahren. Nur auf den letzten 30 Kilometern mussten wir über einen kleinen Berg, und da war dann die Sicht wieder total schlecht. Aber kein Grund zu Sorge, denn wir hatten nicht mehr viel vor uns.

 

Nach einem super leckeren Essen und einem langen Tag vielen wir schlussendlich in unsere Betten.

Aber eine Sache war noch ausständig auf der Reise.

Wie verrückt habe ich die ganze Reise lang nicht nur die Wetter- und Straßenwebseite aktualisiert, sondern auch die der Nordlichter Vorhersage. Bisher hatten wir kein Glück, da die möglichen Nordlichter nur ganz schwach angezeigt wurden, oder es bewölkt war. An dem Tag schien die Prognose und das Wetter ganz gut auszusehen.

Kurz bevor wir schlafen gingen fragte meine Cousine, ob heute eigentlich noch Nordlichter zu sehen sind.

Da ich das beim besten Willen nicht vom Bett aus beurteilen konnte stand ich auf und schaute aus dem Fenster. Und wisst ihr was ich sah? Ganz leichte Nordlichter.

In Windeseile standen wir alle draussen und beobachteten das Spektakel. Wir hatten eine tolle Sicht und die Nordlichter wurden immer stärker und stärker. Was für ein Glück!

Spät in der Nacht vielen wir dann glücklich und total müde ins Bett.